Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Konstanz

Gemeinsam für die Verkehrswende

Fahrraddemo in Konstanz fordert Flächengerechtigkeit

Für eine zukunftsfähige Mobilität und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums sind am heutigen Freitag rund 160 Radfahrende in Konstanz auf die Straße gegangen.

Für eine zukunftsfähige Mobilität und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums sind am heutigen Freitag rund 160 Radfahrende in Konstanz auf die Straße gegangen. Zur mobilen Kundgebung hatten verschiedene Verkehrs- und Umweltverbände aufgerufen, darunter auch der ADFC-Kreisverband Konstanz, der auch durch eine Abordnung der Ortsgruppe Radolfzell unterstützt wurde. Im Mittelpunkt der Aktion stand die Analyse zentraler Schwachstellen im städtischen Radnetz sowie die dringende Notwendigkeit, öffentliche Flächen neu aufzuteilen.

Flächengerechtigkeit schaffen: 40 % Radverkehr erfordern Umverteilung von Flächen und Mitteln

Der öffentliche Raum in unseren Städten ist begrenzt. Eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung setzt voraus, dass Verkehrsflächen und finanzielle Mittel entsprechend dem Anteil von 40% Radverkehr und 20% Autoanteil in Konstanz umverteilt werden. Um die gesteckten Mobilitäts- und Klimaziele zu erreichen, muss sich diese Entwicklung auch in der Infrastruktur niederschlagen. Die Umwidmung von Parkplätzen auf öffentlichen Flächen und Fahrspuren zugunsten einer sicheren, leistungsfähigen Radinfrastruktur ist hierfür ein notwendiger Schritt.

Handlungsbedarf an Kernpunkten: Rheinbrücke und Fahrradparkhaus

Entlang der Demonstrationsroute wurden wesentliche Forderungen thematisiert:

• Infrastruktur auf der Alten Rheinbrücke: Die aktuelle Aufteilung mit fünf Spuren für den Kraftfahrzeugverkehr wird dem hohen Radverkehrsaufkommen nicht mehr gerecht. Auch der ADFC spricht sich nachdrücklich für die Freigabe einer Fahrspur als eigenständige, geschützte Radspur aus. Dies ermöglicht auch dem Fussverkehr sicherere und vernünftige Querungsmöglichkeiten auf der Brücke.

• Sicheres Fahrradparken am Bahnhof: Am Endpunkt der Route an der Marktstätte wird die Notwendigkeit geordneter Abstellmöglichkeiten deutlich. Sichere und gut erreichbare Fahrradparkplätze sowie die Realisierung des geplanten Fahrradparkhauses am Bahnhof sind essenziell, sowohl für Einheimische und Pendelnde als auch für Gäste und den Einkaufsverkehr und stärken damit letztlich auch den Wirtschaftsstandort Konstanz.

Konstruktiv gestalten: Ehrenamtliches Engagement beim ADFC

Die Demonstration hat gezeigt, dass die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur ein zentrales Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger in der Region ist. Neben öffentlichen Aktionen setzt der ADFC vor allem auf die kontinuierliche, fachliche Zusammenarbeit mit den Kommunen: In Gremien und Arbeitskreisen bringen wir die Perspektive des Radverkehrs direkt in die Planungsprozesse der Stadtverwaltungen ein.

Möchten Sie die Verkehrswende in unserer Region aktiv mitgestalten?

Die Arbeit des ADFC lebt vom ehrenamtlichen Einsatz. Ob bei der Facharbeit vor Ort, der Organisation von Aktionen oder der Vertretung in kommunalen Gremien – neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen, um gemeinsam die Infrastruktur von morgen zu verbessern.

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https://kreis-konstanz.adfc.de/pressemitteilung/gemeinsam-fuer-die-verkehrswende

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